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Schweizer Berufsbildung ist Weltklasse:


Gemäss einer US-Studie des NCEE (Nationales Center für Bildung und Wirtschaft) setzt die Schweiz mit ihrem Berufsbildungssystem den Gold-Standard. Das Berufsbildungs-system offeriere nicht nur Ausbildungsberufe in sämtlichen Segmenten der Wirtschaft, sondern ziehe auch Jugendliche mit hohem schulischen Leistungsausweis an. Dank einer gut eingespielten Zusammenarbeit zwischen den Verbundpartnern werden junge Berufsnachwuchskräfte ausgebildet, die hoch qualifiziert sind und vom Arbeitsmarkt stark nachgefragt werden. Der Bericht basiert auf einer Studienreise einer US-Delegation, die von der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich im Juni 2014 organisiert wurde.

Als Massstab für den wirtschaftlichen Erfolg nennt der Bericht die im internationalen Vergleich sehr tiefe Arbeitslosigkeit, die weltweit hervorragende Innovationsleistung sowie das sehr hohe durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen. Zu den besonderen Merkmalen im Bereich der Be-rufsbildung, die sich stark von dem Ausbildungssystem in den USA unterscheiden, gehören folgende:

  • 70% der Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren entschliessen sich für eine Berufslehre. Die Schweiz integriert Berufslernende früh in produktive erwachsene Teams, in denen sie lernen Verantwortung zu übernehmen und durch Fachleute begleitet werden.
  • Das Lernen in Betrieben und der Schule ist im Vergleich zu anderen Ländern in reale Situationen eingebettet und die Theorie wird wöchentlich in die Praxis transferiert und in konkreten Arbeitsschritten des Berufsalltags angewendet.
  • Jugendliche erhalten einen Lohn während sie in Ausbildung sind, der zwischen 600 bis 700 CHF pro Monat zu Beginn der Lehre beträgt und bis auf 1100-1200 CHF am Ende der Lehre steigt.
  • Am Ende der Ausbildung haben die jungen Berufsleute ein eidgenössisch anerkanntes Fähigkeitszeugnis, das einen anrechenbaren Wert hat sowohl für den direkten Einstieg in eine Vollzeitbeschäftigung als auch für eine weiterführende Bildung auf Tertiärstufe.
  • Dank der hohen Durchlässigkeit zwischen den Bildungswegen könne man seine Bil-dungsbiographie über die gesamte Erwerbskarriere hinweg entwickeln, unabhängig von der ersten Wahl einer nach-obligatorischen Ausbildung.

Das im Vergleich zu anderen Ländern Besondere am Schweizer Berufsbildungssystem sei laut den Autoren die Rolle der Wirtschaft: Sie ziehe aus ihrer Investition in die jungen Berufsnach-wuchskräfte einen hohen Nutzen und dieser seit mitunter für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg des Landes verantwortlich


Für mehr Informationen:
Medienmitteilung des NCEE
Pressemitteilung der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Broschüre «Fakten und Zahlen - Berufsbildung in der Schweiz»