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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Dienstleistungen von EURES Schweiz

Kann mir EURES Schweiz helfen, eine Stelle in der Schweiz zu finden?
EURES Schweiz vermittelt selbst keine Stellen.

Auf unserer Internetseite haben Sie jedoch in der Rubrik für "Stellensuchende" https://www.job-room.ch Zugang zu den in der Schweiz veröffentlichten offenen Stellen.

Wir empfehlen Ihnen, sich auch bei privaten Arbeitsvermittlungsstellen anzumelden: http://www.avg-seco.admin.ch.

Wir verfügen leider nicht über Arbeitgeber-Listen. Aber Sie finden untenstehend Links, die Ihnen bei der Stellensuche je nach Sprachregion in der Schweiz nützlich sein werden:

Kann mir EURES Schweiz helfen, eine Stelle in der EU/EFTA zu finden?

EURES Schweiz vermittelt selbst keine Stellen.

Auf unserer Internetseite www.eures.ch/jobseu/informations/ finden Sie jedoch allgemeine Informationen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den EU/EFTA-Mitgliedstaaten.

Auf dem EURES-Portal https://ec.europa.eu/ finden Sie die in allen EU/EFTA-Mitgliedstaaten veröffentlichten Stellenausschreibungen.

In allen EU/EFTA-Mitgliedstaaten gibt es EURES-Beratende, die Ihnen gezielt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Auskunft geben können (https://ec.europa.eu/eures/eures-apps/um/page/public?lang=de#/adviser/search/list). Die EURES-Beratenden Ihres Ziellandes können Ihnen nützliche Informationen zur Erstellung Ihres Bewerbungsdossiers geben, damit es den Gepflogenheiten des dortigen Arbeitsmarktes entspricht.

Wenn Sie nähere Informationen wünschen, können Sie sich an einen EURES-Berater in Ihrem Kanton wenden:http://www.eures.ch/what/contacts/ .

Kann mir EURES Schweiz helfen, meinen Lebenslauf zu erstellen?

Diese Dienstleistung bietet EURES Schweiz nicht an. Aber auf der folgenden Internetseite finden Sie alle erforderlichen Informationen zur Erstellung einer guten Bewerbung für die Schweiz: http://www.eures.ch/downloads/brochures/tipp/.

Wo kann ich mein Diplom anerkennen lassen?
Für die Anerkennung ausländischer Diplome ist EURES Schweiz nicht zuständig.

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) prüft die Berufsabschlüsse und bestätigt deren Gleichwertigkeit. Weitere Auskünfte erhalten Sie unter folgendem Link: www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/themen/diploma.html.

Aufenthaltsbewilligung

Am 9. Februar 2014 hat die Schweizer Bevölkerung die Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung" " angenommen. Kann ich noch in der Schweiz arbeiten?

Ja. Das Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) ist derzeit noch gültig. Der Bundesrat ist verpflichtet, innerhalb von drei Jahren nach der Abstimmung ein neues System der Zulassung ausländischer Arbeitskräfte einzuführen. Bis das neue Gesetz in Kraft tritt, haben die Bürgerinnen und Bürger der EU/EFTA-Mitgliedstaaten dieselben Rechte wie bisher.

Muss ich vor der Einreise in die Schweiz eine Stelle finden oder kann ich vor Ort eine Stelle suchen?

EU-27/EFTA-Staatsangehörige (ohne Kroatien) können zur Stellensuche in die Schweiz einreisen. Für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten benötigen sie keine Bewilligung. Dauert die Stellensuche länger, so wird von der kommunalen oder kantonalen Behörde eine Kurzaufenthaltsbewilligung (Bewilligung L EU/EFTA) zur Stellensuche für weitere drei Monate erteilt.

Die Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung muss von der kantonalen Arbeitsmarktbehörde erteilt werden (s. Frage "Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit").

Ich würde gern in der Schweiz arbeiten. Wann erhalte ich eine Arbeitsbewilligung?

Bürgerinnen und Bürger aus den EU-27 /EFTA-Mitgliedstaaten (ohne Kroatien) benötigen nur noch eine Aufenthaltsbewilligung. Diese ist gleichzeitig die Arbeitsbewilligung. Eine Aufenthaltsbewilligung wird jedoch erst ausgestellt, wenn die antragstellende Person eine Einstellungserklärung oder eine Arbeitsbescheinigung (Arbeitsvertrag) vorlegt. FAQ SEM:"Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit").

Ich habe in der Schweiz eine Stelle gefunden. Wie muss ich vorgehen, um eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten?
EU-27 (ohne Kroatien)/EFTA

Erwerbstätigkeit bis 3 Monate

EU-27/EFTA-Angehörige mit Erwerbstätigkeit in der Schweiz können sich während drei Monaten im Kalenderjahr ohne ausländerrechtliche Bewilligung hier aufhalten. Sie sind jedoch verpflichtet, sich über ihren Arbeitgeber anzumelden. Mehr Informationen zur Meldepflicht.
Link zur Meldepflicht: Meldeverfahren

Erwerbstätigkeit ab 3 Monaten

Innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Ankunft in der Schweiz und vor Stellenantritt müssen sich die Bürgerinnen und Bürger der EU-27/EFTA bei ihrer Wohngemeinde anmelden und eine Aufenthaltsbewilligung beantragen. Eine gültige Identitätskarte (oder Pass) sowie eine schriftliche, vom Arbeitgeber unterzeichnete Einstellungserklärung oder Arbeitsbescheinigung (Arbeitsvertrag mit angegebener Dauer der Anstellung und Arbeitspensum) sind vorzuweisen. Je nach Dauer des Arbeitsverhältnisses wird eine Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L EU/EFTA, Dauer des Arbeitsvertrages zwischen 4 Monaten und 364 Tagen) oder eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B EU/EFTA für eine Vertragsdauer von mindestens einem Jahr) ausgestellt

Die notwendigen Schritte zur Erlangung der Aufenthaltsbewilligung können nach der Ankunft in der Schweiz erledigt werden. Bezüglich der Zollformalitäten beim Grenzübertritt mit dem persönlichen Hausrat bitten wir Sie, folgenden Link zu konsultieren: Eidgenössische Zollverwaltung

FAQ SEM.
Ich bin kroatische/r Staatsangehörige/r. Kann ich in der Schweiz arbeiten?

Am 1. Juli 2013 ist Kroatien der EU beigetreten. Dieser Beitritt hat keinen Einfluss auf das Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) zwischen der Schweiz und der EU. Das bedeutet, dass kroatische Staatsangehörige nicht zu denselben Bedingungen zum schweizerischen Arbeitsmarkt zugelassen werden wie Staatsangehörige der EU-27. Kroatien gilt also als Drittstaat.

Die Zulassung von Staatsangehörigen Kroatiens erfolgt weiterhin nach dem Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20). Seit dem 1. Juli 2014 gewährt die Schweiz kroatischen Staatsangehörigen jedoch separate Kontingente für Erwerbstätige.

Fact Sheet Kroatien
Rundschreiben: Kontingente für kroatische Staatsangehörige
Verfahrensablauf

Ich bin kein/e europäische/r Staatsangehörige/r, habe aber eine Aufenthaltsgenehmigung für einen EU/EFTA-Mitgliedstaat. Brauche ich für die Schweiz eine Arbeitsbewilligung?

Ja. Sie benötigen eine Arbeitsbewilligung, selbst wenn Sie eine Aufenthaltsgenehmigung für einen EU/EFTA-Mitgliedstaat haben. Ihre Staatsangehörigkeit ist ausschlaggebend. Die Schweiz kennt bei der Zulassung ausländischer Arbeitskräfte ein duales System. Erwerbstätige aus den EU/EFTA-Staaten können vom Personenfreizügigkeitsabkommen (FZA) profitieren. Aus allen anderen Staaten werden lediglich in beschränktem Ausmass Führungskräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie qualifizierte Arbeitskräfte zugelassen.

Die Zulassung von Drittstaatsangehörigen ist erst möglich, wenn auf dem inländischen Arbeitsmarkt und auf den Arbeitsmärkten der EU/EFTA-Länder keine Personen mit Vorrang zur Verfügung stehen. Vorrang geniessen Schweizerinnen und Schweizer, Ausländerinnen und Ausländer mit Niederlassungsbewilligung, Ausländerinnen und Ausländer mit Aufenthaltsbewilligung, die zu einer Erwerbstätigkeit berechtigt, sowie alle Personen aus Staaten, mit denen ein Freizügigkeitsabkommen geschlossen wurde (derzeit EU und EFTA). Die Arbeitgeber müssen den Nachweis erbringen, dass trotz umfassender Suchbemühungen keine geeigneten Arbeitskräfte mit Vorrang rekrutiert werden konnten.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Internetseiten:

Arbeit: Grundlagen zur Arbeitsmarktzulassung von ausländischen Personen
Einreise: Staatssekretariat für Migration
FAQ – Häufig gestellte Fragen - SEM

Ein Schweizer Arbeitgeber hat mich gebeten, ihm Kopien meiner Unterlagen zu schicken und ihm Geld für die Kosten der Aufenthaltsbewilligung zu überweisen. Was soll ich tun?

Bürgerinnen und Bürger der EU-27

Wenn Sie ein Arbeitgeber kontaktiert und bittet, ihm Kopien Ihrer Identitätsnachweise und einen Geldbetrag zur Deckung der Kosten der Aufenthaltsbewilligungsbeantragung zu überweisen, seien Sie vorsichtig! Es könnte sich um Betrug handeln. In der Regel erfolgt die Beantragung der Aufenthaltsbewilligung beim zuständigen kantonalen Bundesamt persönlich durch den Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin. Bei einer Erwerbstätigkeit von bis zu 3 Monaten pro Kalenderjahr muss der Arbeitgeber Sie anmelden (Meldeverfahren). Diese Anmeldung ist generell kostenfrei. Sollten Kosten entstehen, sind diese durch den Arbeitgeber zu tragen.

Vertrauen Sie jedoch keinesfalls Ihren Pass/Ihre Identitätskarte Dritten an und übermitteln Sie keine Kopien Ihres Passes/Ihrer Identitätskarte an Dritte, ohne vorher über EURES Schweiz oder einen Schweizer Verband geprüft zu haben, ob das Unternehmen vertrauenswürdig ist.

Arbeitslosenversicherung

Ich bin Schweizer Staatsangehörige/r, lebe in der EU und bin arbeitslos geworden. Habe ich in der Schweiz einen Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung?

Kehren Sie in die Schweiz zurück, ohne sich vorher bei den Arbeitslosenversicherungs-behörden des Landes zu melden, in dem Sie zuletzt beschäftigt waren, haben Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung in der Schweiz. Sie können die Ausstellung des EU-Formulars PDU1 beantragen, mit welchem Ihre Beschäftigungszeiten in diesem Land nachgewiesen werden. Bei Arbeitslosigkeit in der Schweiz können diese Beschäftigungszeiten zu Ihren Beschäftigungszeiten in der Schweiz hinzugerechnet werden.

Wenn Sie jedoch bei den Arbeitslosenversicherungsbehörden des Landes, in dem Sie zuletzt beschäftigt waren, arbeitslos gemeldet sind und dort Arbeitslosenentschädigung erhalten, können Sie diese Leistungen exportieren. Hierfür benötigen Sie das EU-Formular PDU2. Dieser Leistungsexport kann je nach Land zwischen 3 und 6 Monaten in Anspruch genommen werden (bei Export von der EU in die Schweiz = 3 bis 6 Monate).

Mehr Informationen erhalten Sie bei der öffentlichen Arbeitsvermittlung des Landes, in welchem Sie zuletzt beschäftigt waren.

Ich bin EU-Bürger/in und habe in der Schweiz einen Arbeitsvertrag mit einer Dauer von weniger als einem Jahr. Habe ich am Ende des Arbeitsvertrages einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wenn ich in der Schweiz bleibe?

Das kommt darauf an. Um in der Schweiz Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zu haben, muss man eine mindestens 12-monatige unselbständige Erwerbstätigkeit nachweisen. Wenn Ihre letzte Erwerbstätigkeit diese Bedingung nicht erfüllt, besteht dennoch eine Möglichkeit, einen Anspruch geltend zu machen. Sie können in dem EU-Land, in welchem Sie vor der Aufnahme Ihrer Tätigkeit in der Schweiz beschäftigt waren, das EU-Formular PDU1 beantragen. Hiermit werden Ihre Beschäftigungszeiten in diesem Land nachgewiesen. Diese werden Ihren Beschäftigungszeiten in der Schweiz hinzugerechnet. Wenn diese Zeiten insgesamt 12 Monate betragen, können Sie in der Schweiz Arbeitslosenentschädigung erhalten.

Weitere Auskünfte erhalten Sie unter folgendem Link: http://www.treffpunkt-arbeit.ch/publikationen/broschueren.

Ich bin EU-Bürger/in und lebe in der Schweiz. Ich werde meine Stelle in einem Monat verlieren und möchte in mein Heimatland zurückkehren. Was muss ich tun?

Kehren Sie in Ihr Heimatland zurück, ohne sich vorher bei der Arbeitslosenkasse in der Schweiz zu melden, haben Sie keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Sie können bei einer Schweizer Arbeitslosenkasse das EU-Formular PDU1 beantragen, mit welchem Ihre Beschäftigungszeiten in der Schweiz nachgewiesen werden. Bei Arbeitslosigkeit in Ihrem Heimatland können diese Zeiten zu Ihren Beschäftigungszeiten in Ihrem Heimatland hinzugerechnet werden.

Wenn Sie jedoch bei den Arbeitslosenversicherungsbehörden der Schweiz arbeitslos gemeldet sind und dort Arbeitslosenentschädigung erhalten, können Sie diese Leistungen exportieren. Hierfür benötigen Sie das EU-Formular PDU2. Dieser Leistungsexport kann maximal während 3 Monaten in Anspruch genommen werden (bei Export von der Schweiz in die EU = maximal 3 Monate).

Weitere Auskünfte erhalten Sie unter folgendem Link: http://www.treffpunkt-arbeit.ch/publikationen/broschueren.

Krankenversicherung

Ist die Krankenversicherung obligatorisch in der Schweiz?

Ja, in der Schweiz ist die Krankenversicherung obligatorisch.

Sie müssen sich insbesondere versichern:

  • Wenn Sie in der Schweiz wohnhaft sind (unabhängig von Ihrer Staatsangehörigkeit). Jedes Familienmitglied muss versichert sein, Erwachsene ebenso wie Kinder (es gibt keine Familienversicherung).
  • Wenn Sie über eine Aufenthaltsbewilligung von mindestens drei Monaten verfügen
  • Wenn Sie für kurze Zeit (weniger als drei Monate) in der Schweiz arbeiten und Ihr Versicherungsschutz nicht demjenigen der schweizerischen Krankenversicherung entspricht.
  • Wenn Sie als Schweizer/in oder als EU/EFTA-Staatsangehörige/r in der Schweiz erwerbstätig sind und in einem EU-Mitgliedstaat, in Island oder Norwegen wohnen. Dies gilt auch für Ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen.
  • Wenn Sie die Staatsangehörigkeit der Schweiz oder eines EU/EFTA-Mitgliedstaates haben, in der Schweiz arbeiten und sich Ihr Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat, Island oder Norwegen befindet. Dies gilt auch für Ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen.
  • Wenn Sie eine Arbeitslosenentschädigung aus der Schweiz beziehen und Sie sich zur Arbeitssuche für drei Monate in einen EU/EFTA-Mitgliedstaat begeben.
  • Wenn Sie für Ihren Schweizer Arbeitgeber vorübergehend in einem anderen Land arbeiten, unterliegen Sie während der Dauer der Entsendung weiterhin der schweizerischen Krankenversicherung. Mehr dazu finden Sie in den Merkblättern zur Sozialen Sicherheit.
  • Weitere Auskünfte erhalten Sie in den FAQ des Bundesamtes für Gesundheit.

Steuern

Ich bin EU-Bürger/in und lebe in der Schweiz. Wo muss ich meine Steuern zahlen?

Ausländische Arbeitnehmende, die keinen Ausweis C (Niederlassungsbewilligung) besitzen, unterliegen der Quellensteuer. Alle weiteren Personen füllen eine Steuererklärung im Rahmen des ordentlichen Veranlagungsverfahrens aus.

Die Quellensteuer wird direkt vom Einkommen der ausländischen Arbeitnehmenden abgezogen. In der Regel erfolgt der Abzug vom Gehalt durch den Arbeitgeber. Betroffen sind ausländische Arbeitnehmende, die

  • ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz haben, aber die Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) nicht besitzen
  • keinen steuerrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz haben, aber Einkünfte aus einer in der Schweiz ausgeübten Erwerbstätigkeit beziehen (Grenzgänger, Wochenaufenthalter, Referenten, Sportler, Künstler, usw.)

Falls das Einkommen CHF 120'000 übersteigt, wird für ausländische Arbeitnehmende mit steuerrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz eine nachträgliche ordentliche Veranlagung für das gesamte Einkommen und Vermögen durchgeführt.

Die Höhe der Quellensteuer ist kantonal unterschiedlich. Weitere Informationen erhalten Sie bei den entsprechenden kantonalen Steuerverwaltungen.

Arbeitgeber

Ich habe ein Unternehmen in der Schweiz und möchte eine/n meiner Arbeitnehmenden für einige Monate in einen EU/EFTA-Mitgliedstaat entsenden. Was muss ich tun?

Arbeitnehmende, die für ihren Arbeitgeber vorübergehend in einem anderen Land arbeiten, unterliegen weiterhin der Sozialgesetzgebung ihres Heimatlandes, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Mehr dazu finden Sie im Merkblatt Soziale Sicherheit für Entsandte Schweiz - EU.

Ich habe ein Unternehmen in der EU/EFTA und möchte einen meiner Arbeitnehmenden für einige Monate in die Schweiz entsenden. Was muss ich tun?

Die Internetseite www.entsendung.ch ist eine Informationsplattform zum Thema Entsendung. Sowohl Schweizer als auch ausländische Arbeitgeber finden hier Informationen zum Thema Arbeits- und Lohnbedingungen in der Schweiz und in den verschiedenen Kantonen, aber auch Links und Kontaktadressen für zusätzliche Informationen.

Was gilt in der Schweiz als Schwarzarbeit?

Schwarzarbeit ist juristisch nicht einheitlich definiert. Als Schwarzarbeit wird in der Regel eine selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit bezeichnet, die unter Missachtung der gesetzlichen Vorschriften ausgeübt wird. Dabei erstreckt sich die Bandbreite von kleinen Handwerkerleistungen nach Feierabend bis hin zu ausschliesslicher, illegaler Erwerbstätigkeit unter Umgehung des Steuer-, Sozialversicherungs-, Wettbewerbs- und insbesondere des Ausländerrechts. Gemeinsam ist den meisten Formen der Schwarzarbeit, dass öffentlichrechtliche Abgaben teilweise oder ganz umgangen werden.

Das seit 01.01.2008 geltende Bundesgesetz über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (BGSA) ermöglicht es den kantonalen Kontrollorganen, die in verschiedenen Gesetzestexten enthaltenen Vorschriften (beispielsweise in den Bereichen Steuern, Sozialabgaben, Ausländerrecht) effizienter zu kontrollieren und Zuwiderhandlungen wesentlich strenger zu sanktionieren.

Mehr Informationen zu den Strafen und Sanktionen finden Sie auf folgenden Internetseiten:
www.sem.admin.ch/sem/de/home/themen/arbeit/schwarzarbeit/strafbestimmungen.html
www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/Personenfreizugigkeit_Arbeitsbeziehungen/schwarzarbeit.html

Grenzgänger

Wer kann eine Grenzgängerbewilligung beantragen?

Grenzgängerinnen und Grenzgänger sind Bürgerinnen und Bürger, die in einem EU/EFTA-Staat wohnen und in der Schweiz arbeiten (Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder Selbstständige mit Firmensitz in der Schweiz). Es muss mindestens einmal pro Woche eine Rückkehr an den Hauptwohnsitz (im Ausland) erfolgen. Sofern sie während der Woche in der Schweiz wohnhaft sind, müssen sie sich bei ihrer Einwohnergemeinde anmelden. Die Grenzgängerbewilligung wird von den kantonalen Behörden des Arbeitsortes ausgestellt. Für Bürgerinnen und Bürger der EU-27/EFTA gelten keine Grenzzonen mehr, sie dürfen in der ganzen EU/EFTA wohnen und in der ganzen Schweiz arbeiten.

Kantonale Arbeitsmarktbehörden
Fact Sheet Grenzgänger

Ich bin Grenzgänger in der Schweiz. Wer kann meine Fragen beantworten?

Wenn Sie als Grenzgänger in der Schweiz arbeiten möchten oder bereits eine Grenzgängerbewilligung haben, finden Sie alle erforderlichen Informationen auf der Internetseite www.eures.ch/jobsch/info_grenzgaenger.